Kultur / Mediencheck

Tag 23 im zweiten Lockdown des Jahres

Ich sitze auf dem Sofa und schaue eine mäßig interessante Doku über die Tierwelt der Dolomiten. Mein Handy klingelt – es ist meine alte Freundin Helena:

Fotos: Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

J: Hi, Helena, schön, dich mal wieder zu hören!

H: Ja, ist schon wieder eine Weile her.

J: Schöner wär’s, ich würde dich auch sehen können. Facetime, WhatsApp, Skype?

H: Houseparty!

J: Was?

H: Houseparty. Eine App für Videocalls.

J: Kenne ich nicht.

H: Weil du die Trends verschläfst. Die App hat über 50 Millionen Downloads! Wahnsinn, dass du das nicht mitbekommen hast.

J: Was habe ich verpasst?

H: Houseparty ist klasse. Bis zu acht Teilnehmer können gleichzeitig in einem Raum chatten und telefonieren. Du kannst munter zwischen den Räumen wechseln. Und du wirst benachrichtigt, wenn deine Freunde online und bereit für einen Gruppenvideochat sind.

J: Ok, verstehe ich, aber wo ist der Unterschied zu Facetime? Da kann ich auch mehrere Personen hinzufügen. Und es ist sowieso schon auf dem iPhone installiert. Spart Nerven.

H: Hat denn auch jeder deiner Freunde ein iPhone?

J: Ich verstehe, worauf du hinauswillst …

H: Die App führt regelmäßig neue Spiele und Features ein, die man zusammen spielen kann. Neulich haben wir „Quick Draw“ gespielt. Ein Spieler erhält einen Begriff und eine weiße Seite angezeigt. Er muss dann versuchen, diesen Begriff zu zeichnen. Zum Beispiel eine Katze. Die anderen, versuchen, den Begriff möglichst schnell zu erraten.

J: Ich kann nicht zeichnen.

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